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Maklerprovision in Österreich: Wer zahlt wie viel?

Stand: Oktober 2026 · allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung

Ob und wie viel Provision für einen Makler anfällt, hängt davon ab, ob Sie kaufen oder mieten und wer den Makler beauftragt hat.

Provision bei der Miete: das Bestellerprinzip

Seit dem 1. Juli 2023 gilt bei Wohnungsmieten das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt ihn. Beauftragt der Vermieter den Makler, trägt der Vermieter die Provision. Als Mieter sollten Sie nur dann eine Provision zahlen, wenn Sie den Makler selbst beauftragt haben, zum Beispiel für eine gezielte Wohnungssuche.

Provision beim Kauf

Beim Kauf ist die Provision gesetzlich nach oben begrenzt. Üblich sind bis zu drei Prozent des Kaufpreises zuzüglich 20 % Umsatzsteuer für den Käufer. Auch der Verkäufer zahlt häufig eine Provision. Fällig wird sie erst, wenn der Vertrag zustande kommt, den der Makler vermittelt hat.

Was Sie vor der Zusage prüfen sollten

  • Steht die Provision schriftlich im Maklervertrag oder in der Anfragebestätigung?
  • Wer hat den Makler beauftragt: Sie oder der Anbieter?
  • Welche Leistung ist enthalten, etwa Besichtigung, Unterlagen und Vertragsabwicklung?
  • Gibt es eine Doppeltätigkeit des Maklers? Sie muss offengelegt werden.

Wohnung ohne Makler finden

Viele Anbieter inserieren privat. Wenn Sie ohne Maklerprovision suchen, filtern Sie auf Angebote von privaten Anbietern oder fragen Sie beim Makler ausdrücklich nach der Provision, bevor Sie einen Termin vereinbaren.

Rechenbeispiele

  • Kauf für 300.000 Euro, Provision 3 % plus 20 % Umsatzsteuer: 10.800 Euro
  • Kauf für 180.000 Euro: 6.480 Euro bei demselben Satz

Bei der Miete richtet sich die Provision nach den Vereinbarungen und nach dem Bestellerprinzip. Zahlt der Vermieter, entfällt sie für den Mieter.

Wann ist die Provision fällig?

Eine Provision wird erst fällig, wenn durch die Tätigkeit des Maklers ein Vertrag zustande kommt. Eine bloße Besichtigung, eine Anfrage oder die Zusendung von Unterlagen löst keine Zahlungspflicht aus. Lassen Sie sich vor dem Besichtigungstermin schriftlich bestätigen, wer die Provision zahlt.

So vermeiden Sie Überraschungen

  • Fragen Sie vor dem ersten Termin, wer den Makler beauftragt hat
  • Unterschreiben Sie keinen Vertrag, den Sie nicht verstehen
  • Fragen Sie nach einer möglichen Verflechtung des Maklers mit dem Verkäufer
  • Heben Sie Ihre Korrespondenz auf

Häufige Fragen

Wer zahlt bei der Miete die Maklerprovision?

Seit 1. Juli 2023 gilt das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt ihn. Beauftragt der Vermieter den Makler, trägt der Vermieter die Provision.

Wie hoch darf die Provision beim Kauf sein?

Beim Kauf ist sie gesetzlich nach oben begrenzt, üblich sind bis zu drei Prozent des Kaufpreises zuzüglich Umsatzsteuer für den Käufer.

Zahlt der Verkäufer auch eine Provision?

Häufig ja. Das hängt vom Maklervertrag ab. Fragen Sie nach, welche Provision wer zahlt.

Muss ich zahlen, wenn ich eine Wohnung nur besichtigt habe?

Nein. Eine Provision wird erst fällig, wenn der vermittelte Vertrag zustande kommt.

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